Ihr Wahrzeichen sind
Wahl- Prognosen
Prof. Dr. Dr. h.c. E. Noelle-Neumann, Deutschlands bekannteste Meinungsforscherin
"Zwischen dem, was wir an Rohergebnissen erhalten
und dem, was wir als Prognose publizieren, liegt manchmal eine Differenz
von zehn oder elf Prozent."
(Rheinischer Merkur, 11.09.1987)
Das Ändern von Umfrage-Ergebnissen wähnt sie als
Gewichtungs-Kunst. Diese "Pioniertat" wurde zur gängigen
Rezeptur für Wahlprognosen in Deutschland. Auch in der Schweiz fand
sie gelehrige Schüler, u.a. Claude Longchamp.
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Wahlprognosen sind
Zahlen- Prostitution
Prof. Dr. F. Ulmer
"Wahlprognosen sind keine Orientierungshilfe, sondern
bewußte Täuschung. Ergebnisse von Umfragen werden systematisch
abgeändert. Die publizierten Zahlen sind Tipps, die als Umfrageergebnisse
getarnt sind."
Zwischen Umfrageresultaten und Wahlergebnissen klaffen oft
Welten, was unter dem Deckel gehalten wird. In ihrer Not digitalisieren
Demoskopen ihr Bauchgefühl.
Meinungsforscher reagieren auf diese Kritik allergisch.
Mit einer Klage auf 500000 Mark Buße oder zwei Jahre Gefängnis
sollte Statistik-Prof. Ulmer mundtot gemacht werden. Doch die Klägerin
- die Prozentzahlen-Schmiede des Politbarometers vom ZDF - blitzte 1997
vor dem LG und OLG Hamburg ab.
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Wahlprognosen in Deutschland

Wahlprognosen in der Schweiz
Umfragen vor Wahlen und Abstimmungen werden vom Schweizer
Fernsehen seit Menschengedenken bei Claude Longchamp in Auftrag gegeben.
Um den überrissenen Forderungen des SF zu genügen, spielt
er den Gaukler, der auf einer Sonnenuhr Sekundenbruchteile abliest.
Nicht auf einem Jahrmarkt, sondern in der Tageschau und in 10vor10.
Die
beiden leben eine glückliche Symbiose. Longchamp benützt das
Schweizer Fernsehen als Megaphon und Goldgrube und er liefert ihm Feuerwerk
und Petarden in Wahlkampfzeiten. Wie er seine Zahlen fabriziert, ist
seit jeher sein Geheimnis. Das Schweizer Fernsehen fragt nicht danach.
Müsste er seine gesamten Datensätze offen legen, würde
für jedermann klar, was Insider schon lange wissen: Die im SF zur
Schau gestellten Zahlen sind primär Tipps, die als Umfrageergebnisse
getarnt sind. Longchamp digitalisiert sein Bauchgefühl, wie das
in der Branche seit Noelle-Neumann gang und gäbe ist.
Die Zeche für den Kuhhandel bezahlen jene, die
auf den Zahlenzauber herein fallen. Dazu gehört auch die Landesregierung.
Bundesrat Leuenberger führte im Nationalrat am 7.12.2009 aus:
"Auch der Bundesrat hat im Fall der Minarett-Initiative
die Differenz zwischen Umfrage und Realität mit Erstaunen zur Kenntnis
genommen und er erachtet sie angesichts der Tragweite von Abstimmungs-Ergebnissen
als staatspolitisch gravierend".

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